Samstag, 23. Juli 2011

Kugelrundes Kopfsteinpflaster

Ich laufe gerne übers Kopfsteinpflaster, vor allem abends, wenn die Straßen fast leer sind, ich manche Gasse für mich alleine habe. Es gibt normales Kopfsteinpflaster, mit eckigen Steinen, und es gibt kugelrundes Kopfsteinpflaster, mit Steinen, wie sie am Strand zu finden sind. So richtig ordentlich sind sie im Boden nicht versunken, manche gucken recht frech hervor. Die meisten sind grau, manche rötlich, andere braun. Ich balanciere von einem kugelrunden Kopfstein zum nächsten und stelle mir vor, ich wäre ein Kind, das spielen würde, es darf nicht daneben treten, denn ringsum ist Meer.

4 Kommentar(e):

Tathi hat gesagt…

1. Gedanke:
"[...]es darf nicht daneben treten, denn ringsrum ist Meer." Ich würde gern mitspielen... und ich darf nicht daneben treten, denn sonst fressen mich die Haie!


2. Gedanke:
Ich finde rundes Kopfsteinpflaster sehr schön. Ich war zu Ostern an einem Fluss. Dort saß ich auf einer Kiesbank und habe gemeinsam mit meiner Schwester die rundgeschliffenen Steine schön sorgfältig nebeneinander gelegt. Damals dachte ich mir, dass so ein Kopfsteinpflaster viel schöner ist als das übliche eckige.
Aber am allerschönsten wäre es ohne viel Zement dazwischen...aufgefüllt mit kleineren runden Steinen.

Sarah Jana Portner hat gesagt…

Uuh, Haie ... Vorsicht!

Wie ich von meiner Übersetzerin gelernt habe, heißt "Kopfsteinpflaster" auf estnisch übrigens "Eisteinpflaster". Schönes Wort! Das ist für das Pflaster, was ich meine und was auf dem Foto zu sehen ist, noch viel passender. Dann darf man aber nicht zu fest auftreten, sonst bekommen die Eier einen Sprung...

Und im Fachjargon ist das Pflaster oben im Bild wahrscheinlich entweder ein Findlingspflaster oder ein Katzenkopfpflaster, das habe ich heute beim wikipedia-Stöbern gelernt. Aber das ist dann eher was für Straßenbauexperten.

Italiano hat gesagt…

Ja, ich würde auch Katzenkopfpflaster dazu sagen (eigentlich ein makaberer Name ...) - aber geht es anderen Lesern auch so, dass das Pflaster-Muster bei den kleineren Bildern sozusagen negativ wirkt, als ob lauter kleine pfannenartige Vertiefungen zu sehen wären? Erst beim Vergößern des Bildes springen für mich irgendwann die Konturen um, und man sieht tatsächlich die Steine.
Na ja, ich hab Probleme ...
Und, gibt es noch mehr Schatten-Bilder der Stadtschreiberin?

Sarah Jana Portner hat gesagt…

Vielleicht ein Effekt wie bei den Magische-Auge-Bildern?

Es gibt noch mehr Schattenbilder, ja. Schatten- und Spiegelbilder sind meine Möglichkeit, mich selbst in dieser Stadt fotografisch einzufangen.

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